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Generalstreik - das Leben lang

Die Stadt gehört allen! Generalstreik das Leben lang – Von der Bewegung sozialer Rebellen über die „Asozialenverfolgung“ bis zu Hartz IV Die Veranstaltungsreihe spannt den Bogen von der Vagabundenbewegung in den 20-iger Jahren und deren Kampf für ein selbstbestimmtes Leben bis hin zur „ordnungs- und polizeilichen Fürsorge“ des Bettelwesens (Asyl – Herberge zur Heimat – Arbeitshäuser) und der in der NS-Zeit wissenschaftlich begründeten Aussonderung der „Gemeinschaftsfremden aus dem Volkskörper“. Das Gedenken an die „Asozialen“, die 1938 nach der Aktion „Arbeitsscheu Reich“ die größte „Opfergruppe“ in den KZs stellten, steht im Fokus. Wir wollen mit dieser Veranstaltungsreihe zum Nachdenken über die Stigmatisierung von sozialen Außenseitern anregen. von 5. Juni bis 16. Juni

Die Stadt gehört allen!

Generalstreik das Leben lang –
Von der Bewegung sozialer Rebellen über die „Asozialenverfolgung“ bis zu Hartz IV

Die Veranstaltungsreihe spannt den Bogen von der Vagabundenbewegung in den 20-iger Jahren und deren Kampf für ein selbstbestimmtes Leben bis hin zur „ordnungs- und polizeilichen Fürsorge“ des Bettelwesens (Asyl – Herberge zur Heimat – Arbeitshäuser) und der in der NS-Zeit wissenschaftlich begründeten Aussonderung der „Gemeinschaftsfremden aus dem Volkskörper“. Das Gedenken an die „Asozialen“, die 1938 nach der Aktion „Arbeitsscheu Reich“ die größte „Opfergruppe“ in den KZs stellten, steht im Fokus. Wir wollen mit dieser Veranstaltungsreihe zum Nachdenken über die Stigmatisierung von sozialen Außenseitern anregen.

Do., 5. Juni 2008, 19:30 Uhr, Haus der Demokratie und Menschenrechte
Stummfilm: "Die Verrufenen" v. Gerhard Lamprecht unter Mitwirkung v. H. Zille/K. Kollwitz, 1925
Einführung: Klaus Trappmann, Musikbegleitung: Georg von Weihersberg

So., 8. Juni 2008, Matinee 12 Uhr, Haus der Demokratie und Menschenrechte (HdD)
(in Vorbereitung der Gedenktour am 15.6.2008)
Stummfilm: "Vagabund" von Fritz Weiss, 1930
Einführung: Klaus Trappmann, Musikbegleitung: Georg v. Weihersberg

Di., 10. Juni 2008, 19:30 Uhr, Haus der Demokratie und Menschenrechte
Einführung: Klaus Trappmann, Kurator der Ausstellung: Wohnsitz: nirgendwo - Vom Leben und Überleben auf der Strasse (1982 Bethanien, Berlin-Kreuzberg)
Filme:     "Generalstreik das Leben lang"       und  "Könner in Lumpen"    jeweils 60 min


Fr, 13.06.2008, 17:00 Uhr
Gedenken an die "Asozialen" an den früheren Rummelsburger Arbeitshäusern
Wir erinnern an die Opfer der Aktion "Arbeitsscheu Reich".

Ort: Hauptstrasse (Lichtenberg) am ehem. Verwaltungsgebäude (zw. Hildgard.-Marcusson-Strasse. und Georg-Löwenstein-Strasse (ganz neuen Strassen auf dem Gelände entstanden)

Abends: Fr., 13. Juni 2006, 19.30 Uhr im Haus der Demokratie und Menschenrechte (HdD)
Erfahrungsaustausch: "Arbeitszwang und Ausgrenzung in Hartz IV heute"
In den Diskussionen um Hartz IV taucht immer wieder die bange Frage nach den Kontinuitäten des Umgangs von Verwaltungen in der NS-Zeit mit bedürftigen Menschen im Bezug zum heutigen Geschehen auf. Wie lassen sich Datenstriptease, Verfolgungsbetreuung, Gängelung, Maßreglungsterror, Mitwirkungszwänge und Wohnungsbedrohung in Hartz IV heutzutage gesellschaftspolitisch einordnen? Sind sie Inhalt einer "postfordistischen Transformationsoffensive", wie sie Detlef Hartmann und Gerald Geppert in ihrem Buch "Cluster" beschreiben? Wir wollen Erfahrungen zum Geschehen zu Hartz IV austauschen und die heutige politisch-ökonomische Entwicklung aus unserer Sicht mit Hilfe des o.g. Buches genauer bestimmen.
Inhaltliche Vorbereitung: Anne Allex,  Moderation: Hinrich Garms

Gedenktour:
So., 15.6.2008, 12 Uhr, Treffen Wedding, Wiesenstrasse 55-59 an der früheren „Wiesenburg“
Gedenktour zu den Asylen auf den Spuren der staatliche Fürsorge in der Weimarer Republik
(Fahrverbindung: S-Bhf Humboldthain)

Rückfragen unter 0176 965 03 573 bzw. marginalisierte@yahoo.de
Führung: Klaus Trappmann  Musikbegleitung: Bruno S und andere


Mo. 16.6.2008, um 19:30 Uhr, Haus der Demokratie und Menschenrechte (HdD)
Film: "ad acta" (85 min) von und mit Antje Hubert und Olga Schell
Doku-Film über das „Verwalten des Verdrängens“ im Umgang mit den Akten zur Zwangssterilisation und den Patientenmorden im Nationalsozialismus. Geschichte, Brüche und Kontinuitäten werden an Lebensgeschichten aus den „verwalteten Krankenakten“ rekonstruierbar und in den Gegenwartsbezug im „Dienste der bundesrepublikanischen Gesundheitspolitik“ reflektiert.

Ort: Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Str. 4;10 405 Berlin-Prenzlauer Berg
Fahrverbindung: Tram 4 Bus (200,240))

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