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Presseerklärung zur Einweihung des Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen

Der Arbeitskreises "Marginalisierte - gestern und heute" begrüßt prinzipiell das Engagement vieler,  dass die Einweihung des Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen möglich machte.

Über alle inhaltlichen und künstlerischen Differenzen zum "Gedenkort für die Homosexuellen" ist und war die Diskussion über diese NS-Opfergruppe ein wichtiger kulturpolitischer Beitrag in der bundesrepublikanischen Gedenk- und Erinnerungskultur.

Der verantwortliche Koordinator für das Gedenken an "Asozialen", Lothar Eberhardt erklärt:

"In keinem der bei der Einweihung gehaltenen  Redebeiträge wurde auf die Gruppe der Homosexuellen hingewiesen, die man als 'Asoziale' in der 2. großen Aktion 'Arbeitsscheu Reich' in die KZ's verbrachte. Zahlreiche Frauen und Mädchen wurden wegen ihrer lesbischen Lebensweise als "Asoziale" verfolgt. Darüber gearbeitet haben Claudia Schoppmann und Ilse Kokula."

Der Arbeitskreis "Marginalisierte - gestern und heute" gedenkt am 13. Juni 2008 der vergessenen Opfergruppe der "Asozialen" am ehemaligen Arbeitshaus Rummelsburg in Berlin.
An diesem Tag vor 70 Jahren wurden in der 2. großen Aktion "Arbeitsscheu Reich" über 10.000 "Asoziale" von den Nazis in Konzentrationslager deportiert, davon allein 5000 ins KZ Sachsenhausen. Unter ihnen waren ca. 400 sogenannte Zigeuner und eine unbekannte Zahl Homosexueller. Die "Asozialen", die auf Grund ihrer "sozialen Zuschreibung" interniert wurden, stellte die größte Gruppe dar.

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