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Gedenkkundgebung anlässlich der 2. Aktion "Arbeitsscheu Reich" vor 70 Jahren

Pressemitteilung des Arbeitskreis "Marginalisierte - gestern und heute"


Anlässlich des 70. Jahrestags des Beginns der zweiten Aktion "Arbeitsscheu Reich" durch die Nationalsozialisten, veranstaltet der Arbeitskreis "Marginalisierte - gestern und heute" am 13. Juni 2008 um 17 Uhr eine Gedenkkundgebung am ehemaligen Arbeitshaus Rummelsburg in Berlin-Lichtenberg.

Unter Beteiligung der Kriminalpolizei wurden am 13.6.1938 über 10.000 Personen als sogenannte Asoziale in Konzentrationslager verschleppt. Ein Ausgangsort dieser Aktion war das 1879 erbaute Arbeitshaus in Rummelsburg, das im kaiserlichen Berlin als Bestrafungsinstitution für Bettelei diente.

Der Polizeipräsident von Berlin, Dieter Glietsch, wird auf der Gedenkveranstaltung in seinem Redebeitrag auf die besondere Rolle der Kriminalpolizei bei der Aktion "Arbeitsscheu Reich" 1938 eingehen.
Hans Coppi, Sohn der ermordeten Widerstandskämpfer Hilde und Hans Coppi und Berliner Landesvorsitzender der "Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten" (VVN-BdA) wird zum aktuellen Stand der "Asozialenforschung" und deren Einbindung ins "KZ-System" sprechen.

Weitere Beiträge kommen von:
Katrin Framke (Bezirksstadträtin für Kultur im Bezirk Berlin-Lichtenberg),
Thomas Irmer (Historiker zum Thema: Arbeitshaus Rummelsburg),
u.a.

Ort: Hauptstraße 8, 10317 Berlin - Lichtenberg,
vor dem ehemaligen Verwaltungsgebäude des Arbeitshauses Rummelsburg

(zwischen Hildgard-Marcusson-Str., Georg-Löwenstein-Str. und Kurt-Wilker-Str.)
Fahrverbindung: Tram 21 bis Kosanke-Siedlung oder S-Bhf Rummelsburg, (Schienenersatzverkehr bis zum 20.6.)


Seit Anfang des Jahres beschäftigt sich der Arbeitskreis "Marginalisierte- gestern und heute" in über 30  Veranstaltungen mit der Frage sozialen Ausgrenzung und ihre historisch-politischen Bedeutung.
Als Schwerpunkt der aktuellen Veranstaltungsreihe "Generalstreik das ganze Leben lang - von der Bewegung sozialer Rebellion über die 'Asozialenverfolgung' bis zu Hartz IV" wählten wir das Gedenken an die Marginalisierten in der NS-Zeit.

Informationen zu unserer Veranstaltungsreihe unter anderem  der Gedenktour mit Bus an die Berliner Asyle der staatlichen Fürsorge in der Weimarer Republik finden sie auf unserer Homepage unter http://marginalisierte.de


Über redaktionelle Beiträge und die Ankündigung des Termins würden wir uns freuen.


Für Rücksprachen erreichen Sie uns unter:
Lothar Eberhardt m.: 0176 965 03 573  Festnetz: 030 693 49 73 e-mail: lebgut@web.de


Berlin, 11.6.2008


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